IBEXX | Therapy Access Intelligence

FAQ

Häufige allgemeine Fragen

Was unterscheidet Therapy Access von klassischem Market Access?

Market Access fokussiert häufig auf Preis, Erstattung, Nutzenbewertung und payer-relevante Argumente. Therapy Access hingegen konzentriert sich darauf, ob und unter welchen Voraussetzungen eine Therapie beim Leistungserbringer praktisch eingesetzt werden kann.

Kurz gesagt: Market Access klärt, ob und unter welchen Bedingungen ein Produkt erstattet wird. Therapy Access zeigt auf, ob es im Klinikalltag tatsächlich angewendet werden kann – und was dafür nötig ist.

Was ist der Unterschied zwischen Therapy Access Screening und Therapy Access Quantification?

Das Therapy Access Screening identifiziert und priorisiert mögliche Provider-Reality-Faktoren. Es zeigt, wo Chancen, Risiken und Evidenzlücken liegen.

Die Therapy Access Quantification geht tiefer: Dort werden Behandlungspfade, Prozessschritte, Personalzeit, Infrastrukturbedarf, Kapazitätseffekte und Provider Economics anhand konkreter Center-Realität quantifiziert.

Einfach gesagt:
Das Screening zeigt, worauf man achten sollte und stellt Hypothesen auf.
Die Quantification zeigt, wie groß der Effekt tatsächlich ist und validiert die Hypothesen.

Sind die Analysen nur für Launch-Produkte relevant?

Nein. Die Analysen sind sowohl für Launch- als auch für Post-Launch-Situationen relevant.

Gerade bei bereits eingeführten Produkten kann es helfen zu verstehen, warum die Adoption hinter den Erwartungen zurückbleibt, warum bestimmte Zentren schneller oder langsamer übernehmen oder welche nicht-klinischen Barrieren bisher unterschätzt wurden.

Häufige Fragen zum Therapy Access Screening

Was ist ein Therapy Access Screening?

Ein Therapy Access Screening ist eine strukturierte Analyse, die prüft, ob ein Produkt aus Sicht von Leistungserbringern gut in den klinischen Alltag passt. Dabei betrachten wir nicht nur klinische Daten oder Market-Access-Fragen, sondern vor allem die praktische Realität in Kliniken, Zentren und Behandlungsteams: Prozesse, Ressourcen, Kapazität, Patient Management und wirtschaftliche Implikationen.

Ziel ist es, früh sichtbar zu machen, wo Adoption erleichtert wird – und wo operative oder wirtschaftliche Barrieren den Markterfolg bremsen könnten.

Für welche Situationen ist ein Therapy Access Screening geeignet?

Das Screening ist besonders geeignet, wenn ein Produkt neu eingeführt wird, wenn ein neuer Konkurrent auf den Markt kommt, wenn die Performance hinter den Erwartungen zurückbleibt oder wenn ein Brand Team besser verstehen möchte, warum Adoption in bestimmten Zentren oder Märkten schneller oder langsamer erfolgt.

Es eignet sich auch, wenn ein Produkt klinisch überzeugend ist, aber unklar bleibt, ob es im Alltag der Leistungserbringer wirklich einfach, wirtschaftlich plausibel und kapazitätsseitig machbar ist.

Welche Fragen beantwortet das Screening konkret?
  • Passt das Produkt in bestehende klinische Abläufe?
  • Welche zusätzlichen Ressourcen könnten benötigt werden?
  • Gibt es Engpässe bei Personal, Infrastruktur oder Kapazität?
  • Wird das Patient Management einfacher oder komplexer?
  • Gibt es wirtschaftliche Risiken oder Anreize für den Leistungserbringer?
  • Hat das Produkt gegenüber dem aktuellen Standard oder Hauptkonkurrenten einen relevanten Provider-Vor- oder Nachteil?
Wird mein Produkt mit Wettbewerbern oder dem aktuellen Standard verglichen?

Ja. Ein wichtiger Bestandteil des Screenings ist die Betrachtung gegenüber dem relevanten Comparator oder dem heutigen Behandlungspfad.

Denn ein Produkt muss nicht nur für sich genommen einsetzbar sein. Entscheidend ist häufig, ob es aus Sicht des Leistungserbringers einfacher, entlastender, kapazitätsschonender oder wirtschaftlich attraktiver ist als die heutige Alternative.

Was ist das Ergebnis eines Therapy Access Screenings?

Das Ergebnis ist ein kompakter Screening Report, der die wichtigsten Provider-Reality-Faktoren strukturiert zusammenfasst. Dazu gehören typischerweise:

  • Product & Market Snapshot
  • Therapy Access Radar
  • Executive Summary
  • Bewertung der sechs Dimensionen
  • Hinweise auf mögliche Adoptionsbarrieren
  • erste Hypothesen zu Provider-Vorteilen oder -Risiken
  • Empfehlungen für nächste Schritte

Das Ziel ist nicht, eine vollständige Prozesskostenanalyse zu ersetzen, sondern die wichtigsten Themen früh sichtbar und entscheidungsfähig zu machen.

Wie belastbar ist ein Screening ohne Interviews oder Zentrums-Daten?

Ein Screening ist bewusst ein erster, schneller Analyse-Schritt. Es basiert typischerweise auf verfügbaren Quellen wie Fachinformation, Guidelines, Produktprofil, Market Context, Brand-Team-Input, öffentlich verfügbaren Informationen und auf unseren persönlichen Erfahrungen.

Es liefert keine finale Quantifizierung, aber eine strukturierte Hypothese darüber, wo Provider-Reality-Faktoren relevant sein könnten. Wenn kritische Unsicherheiten sichtbar werden, kann im nächsten Schritt eine Therapy Access Quantification mit Zentrums-Input durchgeführt werden.

Welche Daten benötigt IBEXX für ein Screening?

Für den Start reichen in der Regel Basisinformationen zum Produkt, zur Indikation, zum relevanten Markt und zum wichtigsten Comparator oder heutigen Behandlungspfad.

Hilfreich sind außerdem vorhandene interne Materialien wie Brand Plan, Produktprofil, Field Insights, Launch Assumptions, Market Research oder Access-Unterlagen. Das Screening kann aber auch mit begrenzter Datenlage starten und vorhandene Evidenzlücken explizit sichtbar machen.

Was passiert nach dem Screening?

Nach dem Screening gibt es typischerweise drei mögliche nächste Schritte:

Erstens kann das Brand Team die Erkenntnisse direkt in Brand Planning, Launch Planning, Messaging oder Field Team Preparation einfließen lassen.

Zweitens können kritische Unsicherheiten gezielt weiter vertieft werden, zum Beispiel durch Interviews oder Zentrums-basierte Prozessanalyse.

Drittens kann eine Therapy Access Quantification durchgeführt werden, wenn operative, kapazitätsbezogene oder wirtschaftliche Effekte belastbar gemessen und in konkrete Provider-Argumente übersetzt werden sollen.

Häufige Fragen zur Therapy Access Quantification

Was ist eine Therapy Access Quantification?

Eine Therapy Access Quantification ist eine vertiefte Analyse, die misst, wie ein Produkt oder Behandlungspfad im realen Versorgungskontext umgesetzt wird. Dabei werden Prozesse, Ressourcen, Personalzeit, Infrastrukturbedarf, Kapazitätseffekte und wirtschaftliche Implikationen systematisch modelliert und quantifiziert.

Ziel ist es, nicht nur zu wissen, ob Provider-Reality-Faktoren relevant sind, sondern wie groß ihr Einfluss tatsächlich ist.

Wann ist eine Therapy Access Quantification sinnvoll?

Eine Quantification ist besonders sinnvoll, wenn operative oder wirtschaftliche Aspekte strategisch relevant sind – zum Beispiel bei komplexen Therapien, neuen Applikationsformen, kapazitätsintensiven Behandlungen, innovativen Diagnostik- oder Monitoring-Anforderungen oder bei Produkten, deren Nutzen stark von der praktischen Umsetzung im Zentrum abhängt.

Sie ist auch sinnvoll, wenn ein Screening kritische Fragen aufzeigt, die mit Desk Research allein nicht belastbar beantwortet werden können.

Welche konkreten Ergebnisse liefert eine Quantification?

Typische Ergebnisse sind:

  • ein strukturierter Treatment Flow oder Process Map
  • Quantifizierung von Personalzeit pro Rolle
  • Ressourcenbedarf nach Prozessschritt
  • Infrastruktur- und Diagnostik-Anforderungen
  • Kapazitätseffekte, z. B. auf Slots, Räume, Betten oder Durchsatz
  • wirtschaftliche Modellierung aus Provider-Sicht
  • Vergleich mit aktuellem Standard oder relevantem Comparator
  • Identifikation von Engpässen, Entlastungspotenzialen und Adoptionsbarrieren
  • konkrete Implikationen für Brand Planning, Medical, Access und Field Teams
Wie granular ist die Analyse?

Die Granularität wird an der Fragestellung ausgerichtet. Bei manchen Produkten reicht eine Bewertung auf Ebene zentraler Behandlungsschritte. Bei anderen ist eine detaillierte Modellierung einzelner Aktivitäten sinnvoll — zum Beispiel Vorbereitung, Applikation, Monitoring, Nachbeobachtung, Dokumentation, Apotheke, Diagnostik oder Follow-up.

Der Anspruch ist nicht maximale Komplexität, sondern die richtige Detailtiefe, um entscheidungsrelevante Provider-Effekte sichtbar zu machen.

Werden echte Zentren oder Leistungserbringer einbezogen?

Ja, typischerweise basiert die Quantification auf Input aus einem oder mehreren relevanten Zentren. Das können strukturierte Interviews, Prozess-Workshops oder gezielte Validierungsgespräche mit Fachpersonen sein.

Je nach Produkt können unterschiedliche Rollen einbezogen werden, zum Beispiel Ärzt:innen, Pflege, Apotheke, Administration, Diagnostik, Controlling oder OP-/Ambulanzkoordination.

Wie viele Zentren werden benötigt?

Für eine fokussierte lokale Quantification kann bereits ein gut ausgewähltes Referenzzentrum sehr wertvoll sein, insbesondere wenn es die relevante Behandlungssituation realistisch abbildet.

Wenn die Ergebnisse stärker generalisierbar sein sollen, können mehrere Zentren oder unterschiedliche Center-Archetypen einbezogen werden. Eine breitere Validierung kann anschließend im Rahmen von Therapy Access Validation & Scale-Up erfolgen.

Wie belastbar sind die Ergebnisse?

Die Ergebnisse sind deutlich belastbarer als eine reine Desk-Analyse, weil sie auf realen Prozessen, Rollen und Ressourceneinschätzungen basieren. Gleichzeitig bleibt wichtig, den Kontext transparent zu machen: Welches Zentrum wurde betrachtet? Welche Annahmen wurden getroffen? Welche Parameter sind stabil und welche sind sensitiv?

IBEXX legt deshalb Wert auf nachvollziehbare Annahmen, klare Modelllogik und transparente Sensitivitäten.

Wird auch die Wirtschaftlichkeit für den Leistungserbringer betrachtet?

Ja. Provider Economics ist ein zentraler Bestandteil der Quantification. Dabei geht es nicht um den Produktpreis allein, sondern um die wirtschaftliche Realität beim Leistungserbringer: Vergütung, Prozesskosten, Personal- und Infrastrukturaufwand, Budgetlogik, abrechenbare Leistungen, mögliche finanzielle Risiken und der wirtschaftliche Nettoeffekt.

Gerade hier entstehen oft relevante Unterschiede zwischen Produkten oder Behandlungspfaden, die in klassischen Access-Modellen nicht ausreichend sichtbar sind.

Kann die Analyse für externe Kommunikation genutzt werden?

Ja, aber mit der richtigen Einordnung. Die Quantification kann helfen, provider-relevante Argumente fundierter zu machen — etwa für Medical Dialogue, Field Team Preparation, interne Brand-Story-Schärfung oder Access-Diskussionen.

Ob und wie Ergebnisse extern verwendet werden können, hängt von Datenbasis, Freigaben, lokalen regulatorischen Anforderungen und der Art der Aussagen ab. Deshalb sollte früh geklärt werden, ob die Analyse primär intern, für strategische Planung oder auch für externe Kommunikation gedacht ist.

Wenn alle Teilnehmer damit einverstanden sind können Ergebnisse auch in einer Journal publiziert werden, so dass sie für die Kommunikation referenziert werden können.

Geht das durch unsere Compliance?

Ja, und das ist für uns kein Nebenschauplatz. Wir arbeiten mit Vertragsstrukturen, die euch die monatelangen Vertragsschleifen ersparen, ohne dabei Abkürzungen zu nehmen. Die erhobenen Daten werden anonymisiert verarbeitet, die Analyse wird auf Klinikseite freigegeben. Ihr bekommt eine Methodik, die einer internen Prüfung durch Compliance und Legal standhält. Wenn ihr wollt, legen wir die Methodendokumentation vorab vor, damit euer Team sie prüfen kann, bevor ihr euch entscheidet.

Wie viel Aufwand entsteht dabei für unser Team?

Wenig. Wir starten mit einem Prozessmodell auf Basis von SOPs, Publikationen und unserer Erfahrung, damit ihr uns nicht erst einarbeiten müsst. Von euch brauchen wir das Produktprofil, den geplanten Anwendungskontext und eine Ansprechperson für Rückfragen. Die Erhebung im klinischen Alltag übernehmen wir. Ihr bekommt am Ende Ergebnisse, die ihr direkt in Brand-Plan, Launch-Board und Management-Präsentation übernehmen könnt.

Ist die Quantification ein Health-Economic-Modell?

Nicht im klassischen Sinne. Eine Therapy Access Quantification ist keine klassische Kosten-Nutzen-Analyse aus Payer- oder Gesellschaftsperspektive. Sie fokussiert auf die Perspektive des Leistungserbringers: Welche Prozesse müssen durchgeführt werden? Welche Ressourcen werden benötigt? Welche Kapazitäten werden belastet oder entlastet? Und wie wirkt sich das wirtschaftlich im Versorgungskontext aus?

Sie ergänzt klassische HEOR- oder Market-Access-Analysen um eine operative Provider-Perspektive.

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